ARTHUR & CLAIRE

 

In der Verfilmung des gleichnamigen Theaterstücks treffen Arthur (Josef Hader) und Claire (Hannah Hoekstra) aufeinander. Beide wollen sterben, jedoch aus unterschiedlichen Gründen. Eine schwarzhumorige Studie über den Tod.

 

 

Genre: Drama

Land: D, NL, Ö

Regie: Miguel Alexandre

Cast: Josef Hader, Hannah Hoekstra

Laufzeit: 100 min.

FSK: ab 10 Jahren

 

Kinostart:             ab 16. Februar hier im Mozartkino

 

 

 

Worum geht’s?

Arthur (Josef Hader) ist ein zynischer, in die Jahre gekommener Wiener, der noch dazu an unheilbarem Krebs leidet. Seiner Meinung nach gibt es in seinem Leben nichts mehr zu tun – und so bricht er zu einem befreundeten Arzt nach Amsterdam auf, um sich einschläfern zu lassen. Dort trifft er in der Nacht vor seinem geplanten Tod auf die psychisch instabile Holländerin Claire (Hannah Hoekstra), die sich im benachbarten Hotelzimmer das Leben nehmen möchte. Er kann sie davon abhalten, und so lernen sich die beiden nach anfänglichen Startschwierigkeiten besser kennen und streifen gemeinsam durch das nächtliche Amsterdam. An den verschiedensten Orten der Stadt philosophieren sie über das Sterben und darüber, ob es sich zwischen Whisky-Cola, Marihuana und Tabletten nicht vielleicht doch lohnen könnte, den Wert des Lebens neu zu entdecken.

Wer ist dabei?

Wer den Humor der österreichischen Kabarettinstitution Josef Hader kennt, der weiß, worauf er sich hier einlässt. Hader hat nicht nur am Drehbuch mitgeschrieben, das auf dem gleichnamigen Theaterstück von Stefan Vögel basiert, sondern er verkörpert auch die Hauptrolle wunderbar pessimistisch. Ihm zur Seite steht die niederländische Schauspielerin Hannah Hoekstra als Claire, die dem Griesgram mit jugendlichem Leichtsinn neue Hoffnung bringt, gleichzeitig aber mit dem eigenen Gewissen zu kämpfen hat.

Was wird geboten?

Regisseur Miguel Alexandre versetzt die beiden Protagonisten in ein irreal wirkendes Amsterdam und kommentiert deren Schicksale mit bissigem, schwarzem Humor. Arthur & Claire ist ein Film, der irgendwo zwischen dem Witz eines Woody Allen und der Melancholie von Lost In Translation pendelt, und mit dem österreichischen Protagonisten und seinem holländischen Counterpart genügend Platz für allerlei Witze über Länderklischees und Sprache lässt. Kein Feelgood-Movie, aber ein herrlich zynischer Blick auf die Sorgen und Wünsche zweier grundverschiedener Menschen.

Text: Christoph Waldboth

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