BEN IS BACK

 

Weiße Weihnachten mit dem schwarzen Schaf: Der unangekündigte Besuch ihres entfremdeten, suchtkranken Sohnes (Lucas Hedges) stellt eine Mutter (Julia Roberts) und ihre neue Familie zum Fest der Liebe vor gewaltige Herausforderungen.

 

 

Genre: Drama

Land: USA

Regie: Peter Hedges

Cast: Julia Roberts, Lucas Hedges, Kathryn Newton, Courtney B. Vance

Laufzeit: 103 min.

Altersfreigabe: ab 12 Jahren

 

    ab 11. Jänner hier im Mozartkino

 

Worum geht’s?

Ben (Lucas Hedges) ist zurück. Zurück bei seiner Mutter Holly (Julia Roberts), die mittlerweile mit ihrem neuen Mann Neal (Courtney B. Vance), den beiden gemeinsamen Kids sowie Bens jüngerer Teenager-Schwester (Kathryn Newton) in einem schmucken Vorstadthauserl residiert. Zurück für einen Tag nur, zum familiären Feiern des Weihnachtsfests. Zurück von einem monatelangen Reha-Aufenthalt, den der suchtkranke 19-Jährige soeben und scheinbar erfolgreich hinter sich gebracht hat. Und obwohl Holly natürlich hocherfreut ist über das unvermutete Wiedersehen mit ihrem verlorenen Sohn, macht sie sich – verständlicherweise – auch Sorgen um dessen Wohl. Ein Rückfall liegt schließlich immer im Bereich des Möglichen – und Support darf sie sich von ihrer misstrauischen Mischpoche freilich auch nicht unbedingt erwarten. Denn bei all den früheren Verstrickungen und potenziellen Verführungen, die Ben in seiner alten Nachbarschaft an allen Ecken und Enden erwarten, könnte es letztlich nur eine Frage der Zeit sein, bis der Lockruf der schiefen Bahn nicht mehr zu überhören sein wird …

Wer ist dabei?

Für die Besetzung der anspruchsvollen Hauptrolle musste Regisseur/Drehbuchautor Peter Hedges (About A Boy) gar nicht erst über den eigenen Familientellerrand hinausblicken, sondern einfach mal nur seinen Sohn Lucas fragen, ob dieser denn nicht noch einmal so eine bemerkenswerte Schauspielleistung hinlegen möchte und könnte wie im (vor-)letztjährigen Oscar-Darling-Dreierpack aus Manchester By The Sea, Lady Bird und Three Billboards Outside Ebbing, Missouri. Er mochte, er konnte. Und bildete mit Julia Roberts, die ja dieser Tage mit diesem Film und der sehr richtigen Amazon-Prime-Serie Homecoming sowieso einen Lauf hat wie schon seit Längerem nicht mehr, ein kongeniales, krisengeplagtes Mutter-Sohn-Gespann, dem man die gemeinsame emotionale Achterbahnfahrt in jeder einzelnen aufreibenden Minute abnimmt.

Was wird geboten?

Die beiden Power-Performances im Zentrum des Geschehens steckt Hedges Senior in eine zunächst einmal unaufgeregte, später dann doch noch spannungsmäßig zugespitzte Inszenierung, die die sehr vielen Klischee-Stolpersteine, die gemeinhin mit Sucht- und/oder Schwarzes-Schaf-Storys einhergehen, souverän zu umkurven vermag. Starker Tobak, hervorragend umgesetzt. Text: Christoph Prenner

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