ERIK & ERIKA
 

 

Der Name Erika Schinegger dürfte wohl jedem skibegeisterten Österreicher ein Begriff sein. Nun kommt die wahre Geschichte rund um Erfolg, Absturz und die Suche nach sexueller Zugehörigkeit ins Kino.

 

 

Genre: Biografie, Drama

Land: Österreich

Regie: Reinhold Bilgeri

Cast: Markus Freistätter, Birgit Melcher, Gerhard Liebmann, Anna Posch, Lili Epply, Cornelius Obonya

Laufzeit: 110 min.

Altersfreigabe: ab 10 Jahren

 

Kinostart: ab 2. März hier im Mozartkino

 

Worum geht’s?

Völlig überraschend gewinnt die 18-jährige kärntnerische Skirennläuferin Erika Schinegger 1966 bei den alpinen Weltmeisterschaften die Abfahrt. Für eine kurze Zeit schwebt sie auf einer Welle des Ruhms, wird von aller Welt gefeiert und zum Aushängeschild des ÖSV. Dann der Paukenschlag: Bei einem medizinischen Test wird festgestellt, dass Erika genetisch gesehen ein Mann ist. Der Verband drängt auf eine Anpassungsoperation zur Frau, Erika selbst ist hingegen hin und her gerissen zwischen den Geschlechtern. Als sie sich schließlich dazu entscheidet, ein kompletter Mann zu werden, hat das dramatische Folgen für ihr Leben und ihre Sportkarriere.

Wer ist dabei?

Es war ein Herzenswunsch des Musikers und Filmemachers Reinhold Bilgeri, Schineggers Geschichte auf die Leinwand zu bringen. In der Besetzung finden sich neben Ulrike Beimpold oder Rainer Wöss auch neue Talente wie Hauptdarsteller Markus Freistätter, der die mit ihrer Geschlechterrolle ringende Persönlichkeit von Erika (und Erik) nuanciert zum Leben erweckt.

Was wird geboten?

Ein erstklassiges, mit poetisch inszenierten Ausflügen in die Gedankenwelt von Erik(a) ausgestattetes Biopic über ein gesellschaftlich heikles Thema. Brisant ist dabei wohl vor allem die Frage, wie man im Jahr 2018 mit einem Fall wie jenem von Schinegger umgehen würde … Text: Christoph Waldboth

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