HIGH SOCIETY
 

 

Das große Erwachen ereilt eine junge Berlinerin (Emilia Schüle), als sie feststellt, dass ihr bisheriges Leben als Kind superreicher Eltern ein Irrtum war: Ihre wahre Familie lebt im Plattenbau – und dort wartet nun der Reality-Check ihres Lebens auf sie!

 

 

Genre: Komödie

Land: Deutschland

Regie: Anika Decker

Cast: Katja Riemann, Iris Berben

Laufzeit: 98 min.

Altersfreigabe: ab 12 Jahren

 

Kinostart: ab 13. Oktoberhier im Mozartkino

 

Worum geht’s?

Total verwöhnt und zugedröhnt … klingt bekannt? Anabel von Schlacht (Emilia Schüle) geht als Tochter einer arrivierten deutschen Industriellen-familie, geführt von Patriarchin Trixi (Iris Berben), unbestreitbar in diese Richtung. Zumindest so lang bis ein Riesenskandal in ihrer Geburtsklinik ans Tageslicht gelangt: die Vertauschung von Babys stand dort offenbar an der Tagesordnung. Auch Anabel ist anscheinend von diesem Missstand betroffen. Ihre leibliche Mutter Carmen Schlonz (Katja Riemann) lebt indes mit der mit Anabel vertauschten Aura (Caro Cult), zwei weiteren Kindern und einem illegalen Untermieter (Manuel Rubey) als WG auf Platte, also in einem Ex-DDR-Riesenwohnsilo – bescheiden, aber als Buddhistin sehr mit sich im Reinen. Trixi von Schlacht wiederum ist sofort völlig begeistert von ihrem genetisch korrekten Sprössling Aura; Anabel ist bei ihr als Tochter fortan abgemeldet. Trotzig zieht diese also zu Carmen in den Plattenbau. Und von hier an regnet es profunde Erkenntnisse zu den Themen Familie, Identität, Liebe und den wirklich wichtigen Dingen im Leben – und auch einen feschen Polizisten (Jannis Niewöhner).

 

Wer ist dabei?

Nach der Erfolgskomödie Traumfrauen inszeniert Anika Decker hier ihre zweite Regiearbeit, erneut nach selbstverfasstem Drehbuch und ohne Zweifel hochkarätig besetzt: Emilia Schüle (Freche Mädchen) und Jannis Niewöhner (Jugend ohne Gott) sind als Liebespaar unschlagbar, die großen Damen des deutschen Kinos Iris Berben und Katja Riemann legen echte Karriere-Highlights aufs Parkett.

 

Was wird geboten?

Die Schule des Lebens: eindringlich, wahrhaftig und dabei höchst unterhaltsam betrachtet aus den luftigen Höhen einer Ostberliner Plattenbausiedlung bzw. hinter den Vorhängen bundesdeutsch-großindustrieller Protzanwesen. Polarisierender geht es nicht, und das ist die allerbeste Voraussetzung für eine Top-Komödie mit Herz und Hirn.

 

Text: Klaus Hübner

 

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