LADY BIRD

 

California Love (and Hate): Greta Gerwig begleitet in ihrem phänomenalen Regiedebüt Saoirse Ronan beim Erwachsenwerden.

 

Genre: Drama, Komödie

Land: USA

Regie: Greta Gerwig

Cast: Saoirse Ronan, Odeya Rush

Laufzeit: 94 min

FSK: ab 10 Jahre

 

      ab 11. Mai hier im Mozartkino

 

Zumindest einige Tage lang war Lady Bird der beste Film aller Zeiten. Einen 100%-Score hatte der Streifen auf der Review-Aggregatorseite Rotten Tomatoes erreicht, mit so vielen Votes wie noch keiner davor. Der Glanz hielt freilich nicht ewig, suppenversalzende Kritiker gibt es eben immer. Aber: geschenkt – genauso wie die Tatsache, dass es trotz fünf Nominierungen keinen Oscar gab. Der Impact, den Greta Gerwig hinterlassen hat, geht ohnehin weit über Prozentwerte und Preise hinaus: Gleich mit ihrem Regieeinstand hat die Hipsterfilm-Heroine (Frances Ha) das arg überstrapazierte Genre der Coming-of-Age-Komödie einer wohl über Jahre hinaus wirkenden, aufregend feministisch geprägten Frischzellenkur unterzogen. Mit rasiermesserscharfer Beobachtungsgabe begleitet Gerwig eine von Saoirse (sprich: „Sursha”) Ronan famos kanalisierte 17-Jährige mit dem filmtitelgebenden Spitznamen durch ihre von manch Liebeswirren und Elternunstimmigkeiten gesäumten letzten kalifornisch-kleinstädtischen Highschool-Tage. Und erzählt dabei die ewige Geschichte vom Loslassen und Loslösen derart gut gelebt und authentisch roh sowie mit so viel Wärme und Witz, dass man sich fragen muss, warum das bisher noch kaum jemand so hinreißend und herzzerreißend hinbekommen hat. Text: Christoph Prenner

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