MORD IM ORIENT EXPRESS

 

Der Albtraum für jede Familienplanung: Avril (Camille Cottin) wird schwanger, dabei ist doch ohnehin schon kein Platz, wohnt doch ihre arbeitslose Mutter (Juliette Binoche) bei ihr und ihrem Freund. Doch damit nicht genug, wird diese mit 47 ebenfalls zeitgleich schwanger!

 

Genre: Thriller, Krimi

Land: USA

Regie: Kenneth Branagh

Cast: Kenneth Branagh, Daisy Ridley, Johnny Depp, Judi Dench, Olivia Colman, Penélope Cruz, Willem Dafoe, Michelle Pfeiffer

Laufzeit: 114 min.

FSK: ab 12 Jahren

Originaltitel:           "Murder on the Orient Express"

 

 

Worum geht’s?

Wer etwas auf sich hält und Mitte der 1930er Jahre durch Europa zu gondeln gedenkt, der landet mit großer Sicherheit im prachtvollen Orient-Express, der von Istanbul ausgehend einen großen Teil des Kontinents durchmisst. In diesen Deluxe-Zug hat es auch Hercule Poirot (Kenneth Branagh) verschlagen: gar dringend müsste der belgische Privatdetektiv nach London, eigentlich. Heftige Schneeverwehungen sorgen jedoch dafür, dass die reisenden Reichen und Schönen alsbald irgendwo im Nirgendwo zu stehen kommen. Stillstand heißt allerdings nicht immer gleich Stillstehenmüssen – und folgerichtig muss sich der schnauzbärtige Schnüffler um neue Arbeit keineswegs sorgen, sie hat gleichsam miteingecheckt: Einer der Passagiere, der recht ungustiöse Geschäftsmann Edward Ratchett (Johnny Depp), ist kurzerhand ermordet worden. Weil sich der Täter logischerweise aber noch im Zug befinden muss, wird Poirot gebeten, mit Ermittlungen zu beginnen und die restlichen Passagiere gründlich abzuklopfen. Wer von ihnen hatte ein eindeutiges Motiv für den Mord? Ratchetts gedemütigter Assistent Hector MacQueen (Josh Gad) oder der zwielichtige österreichi-sche Professor Gerhard Hardman (Willem Dafoe)? Die forsche Witwe Caroline Hubbard (Michelle Pfeiffer) oder die geheimnisvolle spanische Missionarin Pilar Estravados (Penélope Cruz)? Die gebieterische russische Adelige Natalia Dragomiroff (Judi Dench) oder das eher verschlossene Kindermädchen Mary Debenham (Daisy Ridley)? Weil aber eigentlich niemand so richtig frei von Verdacht zu sein scheint, beschließt Poirot, dass er den Fall auch einmal von der anderen Seite betrachten sollte. Wer ist dabei?

Bereits die 1974er-Kinoadaption von Agatha Christies Bestseller ließ mit Albert Finney, Lauren Bacall und Sean Connery in puncto Besetzungsbrillanz wenig zu wünschen übrig – sie wird von dieser Neuauflage von Kenneth Branagh (Cinderella, Hamlet) allerdings noch einmal mit links und Leichtigkeit getoppt: Die Rolle des Meisterdetektivs Poirot weiß der Regisseur selbst mit Raffinesse auszufüllen, als dubioses Opfer darf Johnny Depp endlich wieder mal zeigen, was er wirklich drauf hat während sich als Tatverdächtige echte Hochkaräter wie Penélope Cruz, Judi Dench, Willem Dafoe oder Daisy Ridley um die Wette in Widersprüche verstricken. Schauspielkino ersten Ranges.

Was wird geboten?

Die immergrüne Mörderjagd im schneeweißen Ambiente ist zweifelsfrei einer der ganz großen Stoffe in der Krimi-Geschichte – und Kenneth Branagh zeigt, dass selbiger nirgendwo besser aufgehoben ist als auf der großen Leinwand. Wie zuletzt schon Dunkirk wurde auch Mord im Orient Express im üppigen 65-mm-Breitwandformat gedreht: Das garantiert auf wahrlich imposante Weise, dass neben der knisternden Spannung und den Sonderklasse-Performances auch der Style nicht zu kurz kommt. Text: Christoph Prenner

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