PHANTASTISCHE TIERWESEN:
GRINDELWALDS VERBRECHEN

 

Mächtige Magier-Miesepeter. Im düster inszenierten zweiten Teil der Harry Potter-Prequel-Parade erstarkt das Böse, angeführt von Johnny Depp als wenig zimperlichem Zauber-Zampano Gellert Grindelwald, und strebt nach der ultimativen Muggel-Unterwerfung.

 

Genre: Phantasy, Abenteuer

Land: USA, GB

Regie: David Yates

Cast: Eddie Redmayne, Jude Law, Johnny Depp, Katherine Waterston

Laufzeit: 136 min

FSK: ab 6 Jahren

Originaltitel:               "Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald"

 

             ab 7. Dezember hier im Mozartkino

 

Worum geht's?

Natürlich schafft es Gellert Grindelwald (Johnny Depp) zu entkommen, als man ihn während seiner Haft von New York zurück nach Europa überstellen will. Frisch in der Freiheit angelangt, verfolgt der Manipulationsmeister von Paris aus bestimmt sein Ziel, die Muggel zu unterwerfen und ist drauf und dran, dafür eine Armee Gleichgesinnter zu mobilisieren – eine gewichtige Rolle spielt dabei auch der weiterhin von Identitätskrisen geplagte Obscurial Credence (Ezra Miller). Da kann eigentlich nur noch Dumbledore (Jude Law) helfen, der allerdings seinen ehemaligen Schüler Newt Scamander (Eddie Redmayne) rekrutieren muss, um die Pläne zu vereiteln. Er selbst ist nämlich nicht dazu in der Lage, gegen die Liebe seines Lebens Grindelwald in den Krieg zu ziehen. Wer ist dabei?

Der Schock war groß, als gegen Ende von Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind Gellert Grindelwald, einer der mächtigsten dunklen Zauberer im Potter-Universum, enthüllt wurde – noch größer war er, als dabei Johnny Depps Visage zum Vorschein kam. Autorin J. K. Rowling und Harry Potter-Spezialist David Yates, der übrigens auch die nächsten drei Filme der Reihe inszenieren soll, zeigten sich jedenfalls überzeugt von den schauspielerischen Fähigkeiten Depps und erlaubten ihm sogar, seine Figur bis zu einem gewissen Maße selbst zu interpretieren. Insbesondere schlägt sich das in seinen zwei unterschiedlichen Augen nieder, die eine innere Zerrissenheit nach außen tragen sollen. Zwiegespalten gibt sich auch der junge Albus Dumbledore, gespielt von Jude Law: Er möchte Grindelwald zwar stoppen, sieht sich dazu allerdings aus den erwähnten, emotional hochkomplexen Gründen nicht imstande. Zur Schlüsselfigur avanciert zudem recht überraschend, wie bereits im ersten Teil, Ezra Miller (Justice League), der als mächtiger Mensch-Magier-Hybrid Credence Barebone zu sehen ist. Ein Wiedersehen aus dem Teil eins gibt es darüber hinaus mit Katherine Waterston (Inherent Vice) und Alison Sudol als Schwestern Tina und Queenie Goldstein sowie mit Dan Foglers sympathischem Bäckermeister-Muggel Jacob Kowalksi. Zum magischen Treiben frisch hinzu gesellen sich unter anderem Zoë Kravitz als Leta Lestrange – ihres Zeichens liiert mit Newts älterem Bruder Theseus Scamander (ebenfalls frisch mit von der Partie: Callum Turner) sowie Claudia Kim, die niemand geringeren als Voldemorts finalen Horkrux Nagini verkörpert.

Was wird geboten?

Ja, genau, richtig gelesen – bei Nagini handelt es sich um einen Maledictus, also eine Magierin respektive Hexe, die mit einem Blutfluch belegt wird und sich schließlich in ein Tier verwandelt. Es war eine der zahlreichen im Vorfeld bereits veröffentlichten Überraschungen, die Potter-Aficionados in Aufregung versetzten und von denen J. K. Rowling stets besonders viele in petto zu haben scheint. Co-Star Fogler jedenfalls ließ sich bereits dazu hinreißen, Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen mit Das Imperium schlägt zurück zu vergleichen, was angesichts des doch recht positiv gestimmten ersten Prequel-Teils nur bedeuten kann, dass sich das Böse hier mannigfaltig manifestieren wird. Es könnte also durchaus sein, dass Johnny Depp auch in den weiteren geplanten Sequels zu sehen sein wird – vorausgesetzt natürlich, der Film hat Erfolg. Man muss wohl keinen Zauberstab schwingen, damit dieser Fall eintritt … Text: Volker Müller

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