Zu Guter Letzt

 

Weil es sich im Nachruf einfach besser macht, beschließt die kratzbürstige Geschäftsfrau Harriet Lauler (Shirley MacLaine) ihren Ruhestand zu nützen, um doch noch ein liebenswerter Mensch zu werden. Bei der notwendigen Image-Politur greift ihr die junge Journalistin Anne (Amanda Seyfried) unter die Arme.

 

 

Genre: Komödie

Land: USA

Regie: Mark Pellington

Cast: Shirley MacLaine, Amanda Seyfried, Anne Heche

Laufzeit: 108 min

FSK: ab 0 Jahre

Originaltitel:      "The Last Word"     

 

ab 5.Mai hier im Mozartkino

 

About the Story

„Von der Familie geliebt“ … „Im Kreise seiner Lieben gestorben“ … „Verehrt und bewundert von den Mitarbeitern“ … oh, wenn die 82-jährige Harriet (Shirley MacLaine) die Todesanzeigen in der Lokalzeitung liest, könnte sie schreien vor Frust. Alle Verstorbenen waren auf einmal nett, geliebt, und wunderbar? Schmarrn, Harriet kannte sie doch, Hyänen, Krampen und hinterfotzige Widerlinge allesamt. Sie selbst als Bissgurn verschrien, wie es halt so ist, wenn man als Geschäftsfrau jahrzehntelang Erfolg hat. Nur ist es halt so, dass anderen Menschen nach ihrem Tod verziehen wird. Doch Harriet ist sich da nicht so sicher, dass das auch für sie gelten wird, denn wenn sie eines nie konnte, dann ist das unverbindliches Nettsein. Aber offenbar ist es genau das, was einem einen lieblichen Nachruf beschert. Harriet entscheidet, das Problem direkt anzugehen und beauftragt die junge Journalistin Anne (Amanda Seyfried) mit dem Verfassen einer besonders schönen Todes-anzeige. Doch Anne stellt nach kurzer Recherche im Bekanntenkreis von Harriet fest, dass hier ein schwieriger Fall vorliegt: „Das Beste, was ich sagen kann ist: Nichts“, sagt eine ehemalige Freundin. Und Harriets Exmann erzählt, sie habe sich damals bei der Hochzeit geweigert, seinen Namen anzunehmen. „Kontrolle ist für sie sehr wichtig.“ Ja, das hat Anne inzwischen auch schon rausgefunden. Ein gelungener Nachruf besteht aus vier Elementen: Erstens, einer liebenden Familie – also muss ein Treffen mit der entfremdeten Tochter (Anne Heche) her. Zweitens, Respekt von ehemaligen Arbeitskollegen – nun, da hat Harriet ohnehin noch das eine oder andere Hühnchen zu rupfen. Drittens sollte die verstorbene Person jemanden mit Benachteiligung gefördert haben. Harriet: „Können Sie mir zu diesem Zweck ein behindertes Kind beschaffen?“ Und viertens ist da die Wildcard, ein seltsames Hobby, die Liebe zum Tanz oder sonst was Besonderes. Anne hat nun also den Auftrag, mit Harriet gemeinsam deren Leben rückwirkend doch noch gelingen zu lassen. Und stellt überrascht fest: Die hantige alte Dame ist in Wahrheit ein Quell von Freude, Energie und ziemlich beeindruckenden Lebensweisheiten, besonders gegenüber dem kurzerhand engagiertenund äußerst schlagfertigen „Risikokind“ Brenda (AnnJewel Lee Dixon) …

Cast & Crew

Mit Amanda Seyfried hat MacLaine eine empathische Spielpartnerin im Film, doch die große Entdeckung ist die kleine AnnJewel Lee Dixon als hinreißend goscherte Brenda. Seyfried streut der jungen Kollegin Rosen: „Wir haben viel improvisiert im Film, und sie hat uns jedesmal die heftigsten Antworten serviert. Sie ist genauso furchtlos und witzig wie ihre Figur – mit einer entwaffnenden Direktheit.“

Behind the Scenes

Drehbuchautor Stuart Ross Fink hat Harriet der großen Shirley MacLaine auf den Leib geschrieben, und sie ist es auch, die den Film zusammenhält: Allein die Titelsequenz, in der Fotos aus MacLaines Karriere einen Rückblick auf das Leben ihrer Filmfigur Harriet repräsentieren, macht deutlich, was für ein Goldschatz diese Schauspielerin ist, und wie wertvoll jede Minute Leinwandzeit, die sie uns hoffentlich noch viele Jahre schenkt.

Text: Magdalena Miedl

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