ROCKETMAN

 

A long, long time hat es in der Tat gedauert, bis Elton Johns Leben auch mal filmisch aufgearbeitet wurde: Dexter Fletcher (Bohemian Rhapsody) hat dem brillanten Brillenträger mit Taron Egerton (Kingsman) in der Hauptrolle nun ein ausgesucht ausschweifendes Musical-Monument aufgestellt..

 

Genre: Biografie, Drama

Land: GB

Regie: Björn Runge

Cast: Taron Egerton, Jamie Bell, Richard Madden

Laufzeit: 121 min.

Altersfreigabe: ab 12 Jahre

 

           ab 28. Juni hier im Mozartkino

 

Worum geht’s?

„Wie wird aus einem kleinen dicken Jungen ein Rockstar?“ – „Du musst den, als der du geboten wurdest, umbringen, um zu der Person zu werden, die du sein willst.“ Dass Reginald Dwight diesen Ratschlag mit einer Konsequenz beherzigt hat wie noch kein Künstler vor ihm, davon sollte sich jeder, der irgendwann zwischen den frühen siebziger Jahren und heute Kontakt mit Pop-Musik gehabt hat, bereits nachdrücklich überzeugen haben können. Das lässt sich schon daran erkennen, dass jener Geburtsname nur Auskennern geläufig sein dürfte, dafür jeder weiß, um wen sich bei dessen Künstlerpersona Elton John (Taron Egerton) handelt – und dabei auch sogleich ein Bild vor Augen hat: Glitzer und Gefieder, Extravaganz und Flamboyanz. Nicht immer nur durch die riesengroße rosarote Brille betrachtet wird einem hier nun die Verwandlung vom scheuen Klavierwunderkind in einen internationalen Superstar erstmals in Spielfilmform nähergebracht – aufgehängt auf entscheidenden Wegstationen und maßgeblichen Weggefährten wie Johns kongenialem Songwriting-Partner Bernie Taupin (Jamie Bell) oder seinem ebenso langjährigen Manager sowie zeitweiligem Love Interest John Reid (Richard Madden).

Was wird geboten?

Bohemian Rhapsody, anyone? Genau, aus dem preisgekrönten Publikums-Hit aus dem letzten Jahr kennt man besagten Musikmanager John Reid im Speziellen bereits – genauso wie das Soziotop Musikbusiness der 70er/80er Jahre im Allgemeinen. Und ja, auch wenn das Queen-Biopic damals von Rocketman-Regisseur Dexter Fletcher fertiggestellt wurde, hat es sich hier mit allfälligen Ähnlichkeiten. Anstatt einfach nur den Wikipedia-Eintrag mit lippensynchron nachgestellten Songs zu verfilmen, wurden Elton Johns größte Hits hier von Taron Egerton (Kingsman) tatsächlich selbst eingesungen – und in ein quietsch-buntes, funkensprühendes Fantasy-Musical verpackt, das dem Künstler gerade mit dessen ureigenen Mitteln der Überhöhung und Übertreibung besonders nahekommt.

Gut zu wissen

… Dass Taron Egerton das Singen genauso gegeben ist wie das Schauspielen, war schon anhand seiner Songs für Eddie The Eagle und Sing klar. Ein komplettes Musik-Biopic im Alleingang einzusingen ist dennoch ein anderer Auftrag, den Taron mit Sir Eltons Segen aber eindrucksvoll stimmausdrucksstark gemeistert hat. Text: Christoph Prenner

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